PKK zu den Morden in Paris

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Das Exekutivkomitee der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat heute eine Erklärung zu der Hinrichtung dreier kurdischer Aktivistinnen im 10. Bezirk von Paris veröffentlicht.

Darin verurteilte die PKK die Morde an den kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez. Die Morden seien der Versuch, ´die Phase der offenen Gespräche zwischen türkischen Behörden und dem Kurdenführer Abdullah Öcalan zu untergraben´.

„Die Täter dieser brutalen Morde, die von internationalen Mächten und der türkischen Gladio professionell geplant wurden, werden niemals ihre grausamen Ziele erreichen“, heißt es in der Stellungnahme der PKK. Man werde die Morde nicht unbeantwortet lassen und zum Andenken  an die verstorbenen Genossinnen den Kampf ausweiten.

„Unsere drei Kameraden, drei ehrenwerte Mitglieder unserer freien Frauenbewegung, wurden bewusst als Ziel ausgewählt. Die kurdische Frauenbewegung unserer Partei wird diesen blutigen Mord niemals vergessen. Diese Morde und Provokationen werden nie dazu imstande sein, unsere Freiheitsbewegung und unser Volk zu unterdrücken. Die Stellungnahmen und Beleidigungen der AKP-Behörden [welche die Behauptung aufstellten, es handele sich um interne Auseinandersetzungen der PKK] zielen offensichtlich darauf ab, die Täter dieser brutalen Exekution zu verschleiern und die öffentliche Meinung irrezuführen“, erklärte die PKK.

Der PKK zufolge stünde der französische Staat in der Verantwortung, die Identitäten der Täter zu erschließen. Es sei unmöglich, einen blutigen Angriff dieses Ausmaßes an einem solch zentralen Platz durchzuführen, ohne die Unterstützung internationaler Geheimdienste und Staaten erhalten zu haben. „Dieses Massaker ist der letzte Schritt einer Politik, die nach der Kriminalisierung unserer Bewegung gerichtet ist.“

Zum Ende ihrer Erklärung forderte die PKK alle patriotischen Kräfte Kurdistans dazu auf, ihren Kampf um Demokratie und Freiheit als Antwort auf die brutale Tötung der drei kurdischen Aktivistinnen auszuweiten.

Am Mittwoch wurden die Leichen dreier kurdischer Aktivistinnen in den Räumen des kurdischen Instituts in Paris aufgefunden. Zwei der drei Frauen, Cansiz und Dogan, wurden mit Genickschüssen exekutiert, während Söylemez Einschüsse sowohl in der Stirn als auch im Bauch aufwies. Laut der Pariser Polizei sei ihre Hinrichtung auf professionellem Wege erfolgt. Eine der Ermordeten war ein Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans.

DieKurden.de / ANF

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