Krieg eindämmen – Demokratie fördern
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 unterzeichnet wurde, u.a. auch von der Türkei, stellt einen Meilenstein im türkischen Staat dar.
Der Sadismus hingegen ist fortgeschrittener denn je. Tausende kurdische Kinder, Mütter, Politiker, Journalisten und Rechtsanwälte sitzen in den Gefängnissen der Türkei. Ihre Schuld ist es, sich in ihrer Identität offenbart zu haben. Schuldig heißt es, ohne jeglichen Prozess für die Gefangenen geführt zu haben.
Schuldig, aufgrund der Teilnahme an kurdischen Veranstaltungen;
Schuldig, Journalist zu sein und über das Kurdenproblem zu berichten;
Schuldig, Rechtsanwalt kurdischer Abgeordneter und ZivilistInnen zu sein;
Schuldig, sich an Menschenrechtsorganisationen zu wenden;
Schuldig, die Toten der Familie zu beerdigen;
Und vor allem schuldig, Kurde zu sein!
Wenn man bedenkt, welch faschistischen und nahezu undenkbaren Weg die Türkei in der Kurdenpolitik einschlägt, ist es, als würde man gerade dabei sein, seinen Alptraum zu verarbeiten.
Es ist nicht nur so, dass die Türkei ZivilistInnen festnimmt, die sich mit Hand und Fuß für ihre Rechte einsetzen. Nein, mittlerweile nimmt man auch Menschen fest, die von Geburt an taub und stumm sind. Mehmet Tahir İlhan, genau dem dieses Schicksal widerfahren ist, wurde seitens der Polizei inhaftiert und zu 25 Jahren verurteilt. Man wirft ihm vor, im Namen der Partei (PKK) Propaganda betrieben zu haben, was absolut Paradox ist – in den Augen der Türkei jedoch eine Selbstverständlichkeit –da Herr Ilhan ein Kurde ist und sich im Gebiet einer Demonstration zu dem Zeitpunkt befand.
Die Türkei ist durch und durch ein faschistischer Staat. Die Frage, was nun genau unter dem Wesen des Faschismus zu verstehen ist, ist das zum Wesen des Faschismus nicht nur die antisemitische Einstellung gehört, wie viele sich sicherlich denken können. Denn die meisten faschistischen Bewegungen und Diktaturen in der Welt haben ihm, dem Antisemitismus keine oder nur geringe Aufmerksamkeit geschenkt.
Zu unterscheiden ist, dass nur wer sich den Nazifaschismus zum Vorbild nahm, auch nach dem Antisemitismus griff.
Für Faschisten ist es typisch, irgendwelche Minderheiten für gesellschaftliche Missstände verantwortlich zu machen.
In der Türkei beispielsweise wurden wiederholt an Stelle der Juden die Kurden verfolgt. In Südafrika ist die Rassentrennung und damit die absolute Vorherrschaft der Weißen das Hauptanliegen des faschistischen Apartheidsregimes. In Großbritannien und in anderen kapitalistischen Ländern hetzen die Faschisten gegen die aus der Dritten Welt Eingewanderten. Mit steigender Arbeitslosigkeit werden in der BRD die Gastarbeiter ins Visier genommen. So gesehen ist der Antisemitismus ein Spezialfall des zu politischen Zwecken geschürten faschistischen Rassenhasses.
Dieser Rassenhass, ist in der Türkei unübersehbar. Es gleicht nahezu der Diktatur Hitlers.
Immer wieder bedient sich die Türkei in den Medien dem Begriff der „Menschenrechte“. Um zu verdeutlichen, dass sie eine liberale und tolerante Haltung gegenüber den Kurden aufzeigen, werden dazu sogenannte „Bürgerrechtler“ (Dissidenten) ausfindig gemacht, denen man dann gegen gute Bezahlung für den türkischen Staat arbeiten lässt. Kein Einzelfall bei den Kurden. Abermals hat man kurdische Sänger gegen Bezahlung auf seine Seite gezogen, um zu zeigen, dass sich sogar die „Treuen“ dem Regime der menschentoleranten Region Türkei zuwenden. Auch die Sache mit den Dorfschützern, ein Thema welches die Türkei für ihre Zwecke nutzt. Die Dorfschützerfamilien sind meistens Menschen in ärmlichen Verhältnissen. Viele sind Analphabeten und leben an der Armutsgrenze in den Slums und Dörfern. Diese Leute bezahlt man und hetzt sie gegen das eigene Volk auf.
Ein Gewissen hat dieser Staat nicht. Vergewaltigungen und Folter an kurdischen Kindern in den Gefängnissen gehören zur alltäglichen Gehirnwäsche. Die Kinder sollen psychisch und physisch zerstört werden, damit sie ja nicht das nächste Mal mit Steinen auf die Panzer schmeißen.
Bis heute wird nicht eingesehen, sich für das Massaker in Roboski zu entschuldigen, bei dem 34 Dorfbewohner, besser gesagt Jugendliche, ums Leben kamen. Stattdessen sagt der Prämier Erdogan, das Thema sei erledigt und man würde die Dorfbewohner schon eine Entschädigung zusenden.
Ein Teufelskreis, bei dem der Staat alles lenkt -
„Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse“, wie einst Lenin sagte.
Und die herrschende Klasse lässt uns, das kurdische Volk, das auch heute bei jeder Gelegenheit spüren…







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