Iran: Kurdischer Gefangener stirbt nach 20 Jahren Haft
Ostkurdistan (Besatzer: Iran)- Schon wieder starb ein politischer Gefangener in einem Gefängnis der islamischen Republik Iran. Ein kurdischer Gefangener, welcher vor mehr als zwanzig Jahren aufgrund seiner politischen Tätigkeiten festgenommen wurde, starb nun an den Folgen seiner langjährigen Krankheiten. Untersuchungen oder andere medizinische Behandlungen wurden ihm immer wieder verweigert.
Zu Beginn der 90er wurde Mohammad Mehdi Zaliye aufgrund von politischen Tätigkeiten festgenommen und zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt. Zwanzig Jahre saß er schon im Gefängnis. Hin und Wieder erlitt er schwere Krankheiten mit denen er jahrelang zu kämpfen hatte. Wie es in iranischen Gefängnissen so ist, sind die Standards auf dem untersten Niveau, vor allem für einen politischen Gefangenen. Eine ärztliche oder anderswertige medizinische Behandlung blieb ihm, trotz mehrfacher Forderung und der Erkenntnis der vorhandenen Krankheiten, verwehrt. Die meisten seiner Krankheiten erlitt er durch die systematischen Folterungen im Gefängnis.
Nach Berichten von Menschenrechtsaktivisten wurden die Anträge auf medizinische Behandlung von dem kranken Herrn Mehdi Zaliye von Gefängnisbeamten abgelehnt. Es wurde auch veranschaulicht, dass nur wenige Tage vor seinem Tod, der kurdische Gefangene in die Klinik aufgenommen werden durfte, was aber viel zu spät war. Nach dem Bericht sollen zwischen 10-15 Häftlinge auf einer ähnlichen Art und Weise ihr Leben in der Haft verloren haben. Einige weitere Gefangene sind auf der Schwelle des Todes. Man erfuhr zudem, dass Mohammad Mehdi Zaliye durch chemische Bombardierung während des Iran-Irak-Krieg betroffen war und dadurch ebenfalls krank wurde. In den frühen 1990-iger verhaftete man ihn unter dem Vorwurf eine politische Aktion gegen das iranische Regime ausgeführt zu haben und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. Gestern, nach 20-Jähriger Verhaftung, verstarb er.
Dies war wiederholt ein Beweis, dass sich die islamische Republik des Irans immer mehr von der Demokratie abwendet. Es ist außerdem eindeutig erkennbar, dass nach solchen Fällen auch der Bezug zum Islam deutlich sinkt.
Quelle: Die Kurden / Rojhelat.se 06.06.2012







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