Friedensagenda für die Kurden
Was kann die BRD für die Menschenrechte der Kurden tun? Sogleich fallen einem zwei Antwortebenen ein. Natürlich müssen erst die Rechte für die Kurden die in Deutschland leben verwirklicht werden. In der zweiten Ebene geht es darum, dass die Bundesrepublik statt Waffen zu liefern, endlich vermittelnd und befördernd sich für eine friedliche, politische Lösung des Konflikts in der Türkei einsetzt.
Im folgenden Artikel werden zwei Ebenen aufgezeigt, die zu einer politische Lösung der Kurden in Deutschland und der Türkei führen kann.
Die erste Ebene: Die Menschenrechte in Deutschland sichern
Die Zahl der zur Zeit in Deutschland lebenden Kurden wird auf etwa 1. Mio. geschätzt. Sie sind zum Teil seit über 30 Jahren in Deutschland und haben wie andere Immigrantengruppen einen großen Beitrag zur Entwicklung dieses Landes geleistet.
Trotzdem sind sie immer noch nicht mit den anderen Immigrantengruppen gleichgestellt, sondern werden vornehmlich als Türken behandelt.
In der Türkei wird die kulturelle Identität der Kurden systematisch unterdrückt, und es werden damit ihre international anerkannten Rechte als nationale Minderheit missachtet. Diese Praxis darf nicht auch für Deutschland gelten !
Mit der Anerkennung der Kurden als eigenständige Bevölkerungsgruppe und der Umsetzung der sich daraus ergebenden Rechte wie beispielsweise muttersprachlicher Unterricht, Rundfunk- und Fernsehsendungen in kurdischer Sprache, freie Namensgebung für kurdische Kinder und Einrichtung von Beratungs- und Betreuungszentren für Kurden usw. – würde die Benachteiligung der Kurden in Deutschland aufgehoben.
Im Grunde muss nur der Bundestag ein Gesetz verabschieden welches so lauten könnte:
“In der Bundesrepublik lebt eine große Gruppe von Kurden. Auch ihnen muss die Möglichkeit zur Bewahrung und Entfaltung ihrer kulturellen Identität gegeben werden.”
Gleichzeitig würde damit auch ein deutliches Signal an die türkische, syrische, iranische und irakische Regierung gegeben, sich für eine friedliche und demokratische Lösung der Kurdenfrage einzusetzen.
Alleine durch solch ein Gesetz, könnte sich die Kurdenfrage rapide verändern. Ja, sogar ein autonomer kurdischer Staat wäre in naher Zukunft denkbar.
Des Weiteren,sollten die Innenminister des Bundes und der Länder, die kurdischen Flüchtlinge, wie es damals bei den bosnischen Flüchtlingen der Fall war, als Bürgerkriegsflüchtlinge anerkennen und ihnen einen Abschiebeschutz gewähren. Die Flüchtlinge die aus Deutschland abgeschoben werden sollen, sind in der aktuellen Gefahr, bei ihrer Rückkehr misshandelt und gefoltert zu werden und dass kann seitens der BRD vermieden werden !
Die zweite Ebene : Die BRD und Europa sollten Frieden stiften !
Wer einen friedlichen Dialog mit den Kurden wünscht und den Flüchtlingsstrom einschränken möchte, muss sich um die Überwindung der Ursachen dieses Krieges bemühen. Viele Menschen in der Türkei, und zwar Kurden und auch Türken hoffen auf eine vermittelnde Hilfe von außen, von den USA, den EU-Staaten und nicht zuletzt von der Bundesrepublik Deutschland, die sich stets als Befürworter der Menschenrechte darstellen.
Die arglistige und widerrechtliche Entführung von dem Kurdenführer Herrn Abdullah Öcalan ist nur ein Faktor, der zu den jüngsten zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen in Deutschland und EU-Europa geführt hat. Der Hintergrund zu diesem Ausbruch von Wut und Verzweiflung ist auch die mangelnde Bereitschaft der EU-Länder und der USA, sich für eine friedliche, politische Lösung des türkisch-kurdischen Konfliktes einzusetzen. Schlimmer noch: Sie haben die Türkei militärisch und in anderer Weise unterstützt, ohne die schweren menschen- und minderheitenrechtlichen Verletzungen der Türkei gegenüber den Kurden in ihr Verhalten gegenüber der Türkei mit einzubeziehen.
Bis heute ist keine friedenspolitische EU-Strategie entwickelt, geschweige denn praktiziert worden.Und wenn in dieser Hinsicht keine Umkehr der westlichen Staaten erfolgt, wird der türkisch-kurdische Konflikt offensichtlich auch weiterhin in Europa und speziell in Deutschland ausgetragen werden.
Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.
Das sollte sich die BRD zur Kenntnis nehmen und die menschenwidrigen Handlungen am kurdischen Volk stoppen !
in diesem Sinne
solidarische Grüße






